Am zweiten Konferenztag der Game Developers Conference Europe 2010 stand der Themenkomplex „Online-Gaming“ im Fokus. In 11 Veranstaltungen wurden alle Facetten dieses boomenden Game-Sektors beleuchtet.

Für Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz, dessen deutsches Unternehmen nach eigenen Angaben mit aktuell 130 Millionen Nutzern und täglich 250.000 neuen Anmeldungen weltweiter Marktführer bei den Browser- Games ist, ist Online-Gaming die Zukunft.

So werde derzeit rund 46 Prozent allen Internetverkehrs über Online-Spiele erzeugt. Bis 2013 sollen Online-Games bereits 38 Prozent des weltweiten Spielemarktes ausmachen, was wiederum einem Kapitalvolumen von etwa 25 Milliarden Euro entspräche. Allein in den USA und in Großbritannien sollen aktuell rund 100 Millionen Menschen Social-Games auf Plattformen wie Facebook spielen.

Hubertz Vision für die Zukunft der Gamesbranche: „Crossplatform-Gaming“. Alle Spiele müssen auf allen Plattformen funktionieren, als Geschäftsmodell wird das „Free to Play“-System immer wichtiger. Bigpoint will sein erstes Crossplattform-Spiel Toon Racer voraussichtlich im Oktober/November für alle Plattformen verfügbar machen.

Auch die Gepflogenheiten bei Entwicklungs- und Publishing-Verträgen wurden diskutiert. Harald Riegler, Geschäftsführer des österreichischen Studios „Sproing“, moderierte die Podiumsdiskussion, bei der Konstantin Ewald (Osbourne Clark) gemeinsam mit dem US-Spielerechtsveteran David S. Rosenbaum und dem erfahrenen Games-Rechtsanwalt aus Schweden Tommy Persson auch besonders die Unterschiede zwischen Europa und den USA bei Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen und Urheberrechten betonten.

Am letzten Konferenztag stand mit der Business-Veranstaltung „Doing Business successfully in Russia“ nochmals ganz im Fokus. Die von Alex Ruzhentsev (101 XP Inc.) geleitete Veranstaltung reflektierte die zahlreichen Geschäftsmöglichkeiten für europäische Entwickler und Publisher in Russland.