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Microsoft Xbox 360 Kinect oder Sony Playstation Move?
4Das Thema Bewegungssteuerung und damit auch die beiden Controller-Systeme der Giganten Microsoft mit „Kinect“ für die Xbox 360 und Sony mit „Move“ für die Playstation geriet schon vor der Gamescom 2010 zur Glaubensfrage. Auf der Spielemesse können sich Besucher nun live ein eigenes Bild von den virtuellen Hüpf-Stimulatoren machen und werden dann auch schnell die Unterschiede beider Konzepte entdecken.
Während bei Microsofts Kinect für die Xbox 360 2 Kameras die Bewegungen und Verrenkungen des Spielers dreidimensional erfassen und Kinect dadurch komplett ohne Stöckchen in der Hand auskommt, verlangt Sonys Move mit einem Motion- und einem Sub-Controller nach 2 Eingabegeräten in den Händen fürs 3D-Hopsen.
Microsofts Kinect soll inklusive Spielepaket “Kinect Adventures” 149 Euro kosten. Für das Weihnachtsgeschäft plant Microsoft ein Bundle mit der Xbox 360 S Arcade (4 GByte Speicher) zum Preis von 299 Euro. Für Sonys Move kostet der Motion-Controller 39,99 Euro, der Sub-Controller 29,99 Euro. Das Einsteiger-Paket enthält eine Sportspielesammlung, den Motion- Controller und die Playstation-Eye-Kamera und kostet zum Start am 15. September 2010 knapp 60 Euro.
2. Konferenztag der Game Developers Conference Europe 2010
0Am zweiten Konferenztag der Game Developers Conference Europe 2010 stand der Themenkomplex „Online-Gaming“ im Fokus. In 11 Veranstaltungen wurden alle Facetten dieses boomenden Game-Sektors beleuchtet.

Für Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz, dessen deutsches Unternehmen nach eigenen Angaben mit aktuell 130 Millionen Nutzern und täglich 250.000 neuen Anmeldungen weltweiter Marktführer bei den Browser- Games ist, ist Online-Gaming die Zukunft.
So werde derzeit rund 46 Prozent allen Internetverkehrs über Online-Spiele erzeugt. Bis 2013 sollen Online-Games bereits 38 Prozent des weltweiten Spielemarktes ausmachen, was wiederum einem Kapitalvolumen von etwa 25 Milliarden Euro entspräche. Allein in den USA und in Großbritannien sollen aktuell rund 100 Millionen Menschen Social-Games auf Plattformen wie Facebook spielen.
Hubertz Vision für die Zukunft der Gamesbranche: „Crossplatform-Gaming“. Alle Spiele müssen auf allen Plattformen funktionieren, als Geschäftsmodell wird das „Free to Play“-System immer wichtiger. Bigpoint will sein erstes Crossplattform-Spiel „Toon Racer“ voraussichtlich im Oktober/November für alle Plattformen verfügbar machen.
Auch die Gepflogenheiten bei Entwicklungs- und Publishing-Verträgen wurden diskutiert. Harald Riegler, Geschäftsführer des österreichischen Studios „Sproing“, moderierte die Podiumsdiskussion, bei der Konstantin Ewald (Osbourne Clark) gemeinsam mit dem US-Spielerechtsveteran David S. Rosenbaum und dem erfahrenen Games-Rechtsanwalt aus Schweden Tommy Persson auch besonders die Unterschiede zwischen Europa und den USA bei Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen und Urheberrechten betonten.
Am letzten Konferenztag stand mit der Business-Veranstaltung „Doing Business successfully in Russia“ nochmals ganz im Fokus. Die von Alex Ruzhentsev (101 XP Inc.) geleitete Veranstaltung reflektierte die zahlreichen Geschäftsmöglichkeiten für europäische Entwickler und Publisher in Russland.
GDC 2010: Game Developers Conference verzeichnet Besucheransturm
0Die GDC Europe 2010 ist die wichtigste europäische Entwicklerkonferenz der Spielebranche und startete gestern mit einem enormen Besucherandrang. GDC-Direktor Frank Sliwka zeigt sich mit dem Auftakt sehr zufrieden. Die Eröffnungsreden von Entwicklerlegende Warren Spector aus den USA und Bo Wang, Spitzenmanager des chinesischen Internet-Giganten Tencent, sind beim Fachpublikum auf riesiges Interesse gestoßen.
Ebenfalls im Blickpunkt stand die Premiere der Veranstaltungsreihe „Games & Movies“, die in allein sieben Veranstaltungen die zunehmende Annäherung der Film- und Spielebranche zum Thema hatte. Für Produzent Jörg Tittel von der Londoner Firma Breakthru scheitert das Zusammenwachsen von Games- und Filmindustrie oft an mangelnder Kommunikation und den überholten Lizenzmodellen. Seine Empfehlung: weniger Marketing, mehr Kreativität und gegenseitiger Austausch.
Eine zweite Premiere führte die Teilnehmer in die Weiten des russischen Spielemarktes. Unter dem Titel „Focus Russia“, informierten der Präsident des russischen Entwicklerverbandes RADIT, Konstantin Popov und Dimitry Lyust, beide vom aufstrebenden Entwicklerstudio Biart, über aktuelle Trends und Geschäftsmöglichkeiten der russischen Gamesindustrie.
Ihr Fazit: Die Zukunft gehört in Russland dem Online-Gaming, das allein 2009 um 66 Prozent zulegte. Bis 2012 wird dabei ein Umsatzsprung von derzeit etwa 223 Millionen US-Dollar auf 410 Millionen US-Dollar prognostiziert. Als die wichtigsten Trends definierten beide Manager den zunehmenden Drang russischer Spieleentwickler auf die internationalen Märkte und die Entwicklung von Spielen auf der Basis eigener Multiplattform-Technologien. Auch die russische Regierung habe den Nutzen der Spielindustrie erkannt und plane als Teil einer Modernisierungskampagne die Branche umfangreich zu unterstützen. So solle in der Sonderwirtschaftszone Skolkovo, südwestlich von Moskau, ein russisches Silicon Valley entstehen.
Unter anderem sind in Köln dabei: Warren Spector (Junction Point), Heiko Hubertz (Bigpoint), Bo Wang (Tencent), Hermen Hulst (Guerilla Games), Ray Muzyka & Greg Zeschuk (Bioware), David Cage (Quantic Dream), Alex Ruzhentsev (101 XP), Johan Sjöberg (DDM), Avni Yerli (Crytek), Harald Riegler (Sproing), Don Daglow (Don Daglow Interactive Entertainment), Steve Meretzky (Playdom), Aki Jarvinen (Digital Chocolate) und Seb Canniff (Sony Computer Entertainment Europe).
Quelle: www.gdceurope.com
